Donnerstag, 26. November 2009

Fisken von Ivana Machackova am Norra Älvstranden in Göteborg


Nicht weit entfernt vom Bockkran in Eriksberg, am Norra Älvstranden Göteborgs, findet man die Skulptur Fisken, der Fisch, von Ivana Machackova, die für mehrere Skulpturen entlang des Göta Älv zeichnet. Die Künstlerin hat bei dieser Arbeit einen Fisch aus einem Granitblock geschnitten und dann auf dem Block plaziert. Während der ausgehöhlte Fisch gegen den Strom schwimmt, nimmt der bearbeitete Granitfisch den Weg zum offenen Meer. Fisken oder der Fisch hat keine tiefergehende Bedeutung sonder ist die künstlerische Darstellungsweise, die ihre Beziehung einzig allein zum Fluss und dem nahen Meer hat.

Die in Prag geborene Künstlerin hat bei diesem Kunstwerk, wie bei allen ihren Werken, zu Granit aus dem Bohuslän gegriffen, den sie fühlen kann und dem sie eine Form geben kann, die ihrem Inneren am nächsten kommt. Ihre Themen haben fast immer eine Beziehung zum Meer und den Geheimnissen des Lebens, wie sie auch bei ihrem Monumentalwerk Bohuslänsk Historia am Norra Älvstranden in Lindholmen beweist.

Ivana Machackova lebt seit über 30 Jahren in Schweden und hat ihr Atelier im Bohuslän, das sie als ihre Heimat betrachtet. Seit 13 Jahren schafft sie Skulpturen, die sowohl in ihrer Größe als auch ihrem Ausdruck beeindrucken. Ivana Machackova bildete sich in Göteborg zur Skulpteurin aus und arbeitet außer ihrem Lieblingsmaterial Granit auch mit Bronze, Beton, Holz und Glas. Für ihre Arbeiten erhielt sie mehrere bedeutende Preise.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Mittwoch, 25. November 2009

Lasse Dahlqvist Relief von Hjördis Nilsson in Liseberg in Göteborg


Außer der Statue von Lasse Dahlqvist (1910 - 1979) findet man am Hafen in Liseberg auch ein Relief des Künstler, der die Schäreninsel Brännö überall in Schweden bekannt machte. Das Relief zeigt Lasse Dahlqvist als Seemann. Im Hintergrund sieht man ein Boot, das in die Ferne aufbricht und am Hafen nimmt ein Paar voneinander Abschied.

Von der Künstlerin Hjördis Nilsson, die das Relief im Jahre 1946 gestaltete, ist nur wenig bekannt und Lasse Dahlqvist ist ihr einziges Werk in Göteborg. Lasse Dahlqvist, der für immer mit Liseberg und Allsång verknüpft wird, würde 2010 hundert Jahre alt. Dies ist der Anlass für mehrere Aktivitäten um den Künstler und Seemann, dem auch eine Straße der Stadt gewidmet wird.

Seit 1989 vergibt die Lasse Dahlqvist Gesellschaft jedes Jahr ein Stipendium von 10.000 Kronen an eine Person oder eine Gruppe von Personen, die sich besonders verdient um den Künstler machte, der in einem Zug mit Evert Taube genannt wird und rund 500 unvergessliche Melodien geschrieben hat.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Dienstag, 24. November 2009

Oscar Kjellberg von Arvid Bryth am Gamla Varvsparken in Göteborg


Eine der Büsten im Gamla Varvsparken in Göteborg stellt den schwedischen Ingenieur und Erfinder Oscar Kjellberg (1870 - 1931) dar, der einst durch die Erfindung des elektrischen Bogenschweißens den Schiffsbau in Göteborg revolutionierte und damit mit am Erfolg der Werften beteiligt war, denn ihm verdanken alle Werften der Welt, dass ein Schiff zusammengeschweißt werden kann.

Oscar Kjellberg entwickelte seine Schweißtechnik in der Lindholmens Werkstadt, wo heute das Wissenschaftszentrum Göteborgs zu finden ist. Lindholmens Werkstadt gründete, unter der Leitung von Oscar Kjellberg, die Firma ESAB AB, die heute noch weltweit für ihre Schweißtechniken bekannt ist. Und noch heute findet man auf zahlreichen Schweißarbeiten die Initialen OK, die die einstigen Arbeiten Kjellbergs kennzeichnen.

Die Büste Oscar Kjellbergs im Gamla Varvsparken, vor dem Seefahrtsmuseum in Göteborg wurde, wie jene von Wilhelm Lundgren, vom schwedischen Künstler Arvid Bryth (1905 - 1997) geschaffen, der in Hakarp geboren wurde und in Hemsjö starb. Arvid Bryth, der die bedeutendsten Jahre seines Lebens in Alingsås bei Göteborg verbrachte, ist vor allem durch seine polychromen Holzskulpturen bekannt, die man in zahlreichen Kirchen Schwedens bewundern kann.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Montag, 23. November 2009

Megalitisk Monument von Bård Breivik am Norra Älvstranden in Göteborg


Wenn man an einen Megalith denkt, so denkt man in erster Linie an einen hohen unbehauenen Stein in Granit der vor allem in der Jungsteinzeit und der Eisenzeit auf Gräbern aufgestellt wurde. Bård Breivik nannte sein Werk daher Megalitisk Monument, also megalithisches Monument, was dem ursprünglichen Gedanken eine neue Deutung gibt.

Ein Monument soll immer an etwas erinnern und im Falle der Skulptur am Norra Älvstranden in Göteborg vermutlich an die Zeit der ersten nachgewiesenen Besiedlungen in dieser Umgebung. Aber der Titel Megalitisk Monument lässt auch eine mehr zeitnahe Deutung zu, die auf die Beerdigung der glorreichen Werftzeit Göteborgs, deren Monumente nun endgültig unter Neubauten begraben werden und die Umgebung, die in nichts mehr an das erinnert, was hier früher zu finden war, nämlich Wald während der Eisenzeit, Wiesen als das nahe Lindholmer Schloss noch bestand und Arbeitshallen, die Göteborg einst Arbeit und Reichtum brachten.

Der Künstler Bård Breivik hat im Jahre 1995 für die Schaffung seiner Skulptur zum grünlichen Diabas gegriffen, einem Stein, der bis in die jüngere vulkanische Aktivität zurückreicht und oft als Grünstein bezeichnet wird. Es handelt sich hier um einen Basalt, der als relativ spröde gilt und dem megalitischen Monument sein typisches Aussehen verleiht.

Der norwegische Künstler Bård Breivik wurde 1948 in Bergen geboren und besuchte die Schule für Kunsthandwerk in Bergen sowie das College of Art and Design in London. Er lebt und arbeitet abwechseln in Norwegen, Schweden, New York und China. In Göteborg schuf er noch das öffentliche Kunstwerk Källan, die Quelle, an der Oper.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Sonntag, 22. November 2009

Till minne av de spanienfrivilliga von Torsten Renqvist am Masthuggstorget in Göteborg


Till minne av de spanienfrivilliga am Göteborger Masthuggstorget ist ein Denkmal, das an all die Schweden erinnern soll, die zwischen 1936 und 1939 nach Spanien gingen um gegen die Truppen Francos zu kämpfen. Rund 500 junge Leute schlossen sich damals dem spanischen Freiheitskampf an. Viele von ihnen waren Mitglied der Ung Vänster (Junge Linke) aus Göteborg und viele von ihnen kehrten nicht mehr nach Schweden zurück.

Das Bronzemonument Till minne av de spanienfrivilliga wurde 1993 vom Charles Felix Lindbergs Donationsfond finanziert und ursprünglich am Esperantoplatsen aufgestellt. Beim Bau des Götatunnels wurde das Kunstwerk dann an den Masthuggstorget versetzt, was dazu führte, dass sich hier mittlerweile jeden ersten Mai mehrere links orientierte Gruppen treffen um derer zu gedenken, die in Spanien ihr Leben für die Freiheit gelassen haben.

Der ursprüngliche Name des Denkmals von Torsten Renquist trug den Namen Ett sentida kors und drückte die Form des Werkes in Kreuzform aus, das wir alle in der Gegenwart tragen. Die Skulptur drückt auch alle Gräuel des Krieges aus und lässt eine vielschichtige Deutung zu. Menschen, die an die Mauer gestellt werden, Granaten und all dies unter dem Zeichen des Kreuzes und den Wegweisern, die in alle Richtungen führen.

Torsten Renqvist (1924 - 2007) hat in Stockholm, Kopenhagen und London Kunst studiert bevor er Lehrer an der Kunsthochschule Valand in Göteborg wurde. Während er seine ersten Jahre als Künstler vor allem der Malerei und der Grafik widmete, schuf er in den späteren Jahren vor allem Skulpturen, wovon wir mehrere auch in Göteborg finden können. Das Werk Zur Erinnerung an die Spanienfreiwillige schuf er, wie viele seiner Werke, erst in Holz, das er anschließend als Basis für die Gussarbeit nahm.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Samstag, 21. November 2009

Möte, das Treffen, von Inga-Louise Lindgren am Hvitfeldtsplatsen in Göteborg


Bei der Skulptur Möte, das Treffen, begegnen sich zwei Hunde auf offener Straße. Während einer der Hunde wie unbeteiligt zur Seite sieht ist der andere Hund in einer ungewissen Stellung. Der Betrachter kann nicht entscheiden, ob er sich unterwirft oder zum Angriff übergehen wird. Diese etwas paradoxe Situation gibt der Szene einen etwas unnatürlichen Einschlag.

Die Bronzearbeit Möte am Hvitfeldtsplatsen in Göteborg zeigt jedoch eine sehr typische Arbeit der schwedischen Künstlerin Inga-Louise Lindgren, die in Göteborg auch die Skulpturen Klotet, Lejonet och Tvillingarna und Barnmorskan geschaffen hat. Ihre Bronzekörper wirken immer irgendwie roh, was ihre Arbeiten von der klassischen französischen Schule deutlich unterscheidet und ein Zeichen ihrer persönlichen Arbeiten sind.

Inga-Louise Lindgrens Skulpturgruppe Möte wurde 1985 am Hvitfeldtsplatsen aufgestellt und vom Charles Felix Lindbergs Donationsfond finanziert. Inga-Louise Lindgren, geboren 1928, lebt und arbeitet in Lerum, Nahe Göteborg, und besuchte sowohl die Hochschule für Design und Kunsthandwerk als auch die Kunsthochschule Valand in Göteborg. Sie realisierte zahlreiche öffentliche Kunstwerke in Göteborg und nahm an über 30 Sammelausstellungen teil. Sie erhielt für ihre künstlerischen Leistungen mehrere Stipendien.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Freitag, 20. November 2009

Carl Skottsberg von Gunnar Lybeck im Botanischen Garten in Göteborg


In der Vorhalle des Gewächshauses im Botanischen Garten in Göteborg findet man über dem Eingang eine Büste, die an den vielleicht bedeutendsten Mann des Botaniska Trädgården erinnert und der im Jahre 1915 den Auftrag erhielt den Botanischen Garten anzulegen. Es geht um keinen geringeren als Carl Johan Fredrik Skottsberg, einen bedeutenden Professor der Göteborger Universität.

Carl Skottsberg (1880 - 1963) war jedoch nicht nur der Leiter des Botanischen Gartens bis 1948, sondern war bereits vor seinem Auftrag in Göteborg einer der bedeutendsten botanischen Reisenden Schwedens und kannte nahezu die gesamte Botanik dieser Erde. Seine Reisen hatten ihn von der Arktis bis nach Patagonien und Chile geführt. Während der Arbeiten am Botanischen Garten machte er in den Jahren 1916/17 auch noch eine Reise auf die Osterinseln. Das Ergebnis dieser Reise kann noch heute in einer Abteilung des Gewächshauses betrachtet werden.

Die Büste von Carl Skottsberg im Gewächshaus des Botanischen Gartens wurde vom schwedischen Künstler Gunnar Lybeck (1881 - 1961) realisiert und dem Botaniska im Jahre 1988 von der Kerstin Wijk Broströms Stiftung überreicht. Gunnar Lybeck widmete sich erst im Alter von 50 Jahren der Kunst und gewann eine hohe Reputation in der Schaffung von Büsten und Medaillen. Seine zahlreichen Büsten zeichnen sich vor allem durch ihre Detailtreue aus.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin